Kurz bevor sich das Jahr 2015 dem Ende zuneigte, überraschte eine Nachricht diejenigen, die in Deutschland, viel mehr noch in München, den Jahresendfeiern entgegenstrebten. Nur wenige Wochen, nachdem ein Terroranschlag mit vielen Toten in Paris zu vermelden war, sah man sich in Bayern „genötigt“, ebenfalls Terroralarm auszurufen. Wenige Tage, nachdem die bayerische Staatsregierung mit einem erneuten Vorstoß gescheitert war, die Grenzen des Landes (selbst) stärker sichern zu wollen. Aber, da nun Polizei Ländersache ist, brauchte man sich wegen des Alarms um die Bundesregierung nicht weiter scheren.

Das war wirklich sehr, sehr knapp

Das war wirklich sehr, sehr knapp

Der Chefredakteur der Berliner Morgenpost hat dieses Ereignis auf eine Weise kommentiert, die man nur „schlicht“ nennen kann. Bewundernd spricht er davon, dass „binnen sieben Minuten“ der Hauptbahnhof geräumt worden sei. Er war sich zudem nicht zu schade, davon zu sprechen, dass „in der bayrischen Hauptstadt […] der Terror islamistischer Extremisten […] verhindert werden“ konnte, als habe man buchstäblich in letzter Sekunde Terroristen aufhalten können. Tatsächlich hat man einen solchen nicht einmal aus der Ferne gesehen. Keine Spur nirgends; nichts, was auch nur auf einen Anschlagsversuch schließen ließe. In den Tagen danach lieferten Sender aus dem Zensur– und Täuschungsverbund ARD die entsprechende Nachricht nach, dass bereits vor Weihnachten ein Iraker in einem Polizeirevier (in Hengasch?) erschienen sei, um dort von möglichen Anschlagsplänen in Deutschland mit namentlich benannten Attentätern zu berichten, die ihm sein Bruder aus dem Irak übermittelt habe.

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I apologize, es tut mir leid, zu viel Blei, fünf elende Seiten Text. Nicht einmal eine Zusammenfassung, keinesfalls in 1:30 zu schaffen, selbst für Schnell-Leser nicht.

Dennoch hier eine Hilfe:

1. Es geht um die Kermani-Rede in der Paulskirche im Oktober.

2. Wenn Sie nur die 101. Antwort auf den „Schloemann-Angriff“ vom 20. Oktober 2015 lesen wollen, gehen Sie gleich zu 2.1.

3. Wenn Sie nur an den Verfälschungen der Tagesschau interessiert sind, gehen Sie
direkt zu Abschnitt 2.2.

4. Und wenn Sie daran interessiert sind, wie die Stützen der Gesellschaft abgewatscht werden, gehen Sie zu 2.3.

Sie können einfach hier weiterlesen, Sie verpassen nichts, denn das Beschriebene ist längst passiert, es besteht daher kein dringender Handlungsbedarf.

„Eigentlich“ sollte dieser Text sich ziemlich geradeaus auf sein Thema, den Abschnitt 2.3. zubewegen, dem Abwatschen mancher, die an unserer Stelle statt, in der ersten Reihe stehen. Auf denen herumgehackt wird, die meistens als „korrupt“ oder „unfähig“ bezeichnet werden, in der Regel beides mit einem „und“ verbunden. Leider kamen mir, und dazu noch doppelt, Hindernisse in den Weg, die ich nicht einfach ignorieren oder umgehen kann. Aus dem Weg räumen kann ich sie nicht, aber wenigstens Hinweisschilder aufstellen, damit die nächsten, die vorbeikommen, nicht gefährdet werden. Da die Hindernisse nun angesprochen werden, die Verantwortlichen benannt sind, könnte die Chance bestehen, dass über kurz oder lang, sich „jemand“ der Sache annimmt.

Als ich mir die Hindernisse näher und von verschiedenen Seiten betrachtete, stellte ich auf einmal fest, dass diese Hindernisse exakt aus dem gleichen Stoff wie mein Thema in 2.3. gewebt sind. Der Anlass, sich damit zu beschäftigen, liegt schon ein paar Wochen zurück. Weiterlesen »

Fortsetzung von 2.1. Die Entweihung der Kritik

Die Tagesschau hat in ihrer 20-Uhr-Ausgabe vom 18. Oktober 2015 den Bericht zur Kermani-Rede verfälscht. Es gibt eine andere Aufzeichnung, die belegt, dass sich die Situation nicht so zugetragen haben kann, wie es die Tagesschau vermittelt. Auf einem Smartphone (!) wird man davon jedoch nichts feststellen können, man braucht einen größeren Bildschirm.

Die angesprochene Frau, die der Berichtsausschnitt zeigt, dürfte in der ersten Reihe vermutlich sogar eine der wenigen sein, die Kermani dort Achtung entgegengebrachte. In dem weiteren Beitrag sind die Gesichter ihrer Nachbarn sehr groß im Bild. Dort sehe ich Ratlosigkeit, vor allem Wut und Zorn, wenn nicht gar Verachtung. Unter deren Gesinnungsfreunden dürften diejenigen zu finden sein, die für den entsprechenden Beitrag in der Tagesschau sorgten. Eine Sendung, die man angeblich zum Ausweis der Nachrichten“kompetenz“ der ARD ins Feld führt. Zudem wird der besagte weibliche Gast zur Falschdarstellung missbraucht. Die Verfälschung, die durch perfiden Filmschnitt entstanden ist, kann ich nicht „beweisen“, sondern nur ihre Wahrscheinlichkeit behaupten, da ich die Rohfassung nicht kenne. Auch hier wird es „jemand“ geben, der dies problemlos nachreichen kann. Weiterlesen »

Wir haben

  • Handlungen
    • Anschläge,
    • Reaktionen auf die Anschläge,
    • Veränderung Europas.
  • Akteure
    • Terroristen,
    • „Sicherheitsorgane“,
    • Bürger.
  •  Bewertungen
    • der Anschläge als a) Krieg, b) Kriminalität,
    • der Reaktionen auf die Anschläge als a) Krieg, b) Aufklärung von Verbrechen,
    • des veränderten Europas als a) „autoritär, intolerant und angstbeißend“, b) „demokratisch, weltoffen, selbstbewusst“.

Indem Anschläge als Krieg bezeichnet werden, sollen die Reaktionen darauf als Krieg gerechtfertigt
werden. Damit wird aber die Bewertung der Terroristen übernommen, die sich selbst als im Krieg
befindlich bezeichnen. Diese Übernahme bestätigt ihre Ansicht und ermöglicht ihnen zudem,
gegen die nun als kriegerisch bezeichneten Reaktionen, zu Recht vorgehen zu dürfen (Notwehr).
Die Frage, „wer angefangen hat“, erübrigt sich in dem Augenblick, in dem beide sich im Krieg
befinden. Weiterlesen »

Am Ende noch ein knackiger Satz, ein Punkt, besser noch ein Ausrufezeichen. Doch ein solcher
Akzent prägt „schlussendlich“ den Blick aufs Gesamte. Ist tatsächlich gemeint, dass man den
ganzen Krempel, „das Erbe“ wegwerfen kann? Oder sollte man sich nicht, wie bei jedem Erbe,
ansehen, was lohnt aufzuheben, und nur für manches, häufig vieles, den Container bestellen?

Die potentiellen Erblasser seien „Verbraucher“ (Mittelpunkt unserer Welt!) stellt Schuller fest und
identifiziert sie doch bloß als „Plünderer“, die den guten Wein mitgehen lassen, bestenfalls die
Plörre zurücklassen. Was „so merkwürdig unbefangen“ erscheint, ist es nicht eher das
auftrumpfend Unverfrorene, das glaubt, auf den größten Batzen Anspruch zu haben? Das lieber,
bevor jemand anderes „unverdient“ ein Stück vom Kuchen nimmt, sich den ganzen unter den
Nagel reißt, um zu entscheiden, wessen „Leistung“ mit ein paar Krümeln bedacht werden soll. Weiterlesen »

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