grosser_spochtIn der Vorausschau auf ein Großereignis an diesem Wochenende, bei dem mit einem Ball auf Rasen gespielt wird, wird wieder einmal das Lied – in Moll – der Kommerzialisierung des Sports gesungen. In der Diskussion um die Tatsache, dass ein Digitalsender sein Exklusivrecht nicht verschenken möchte, wird nicht ganz klar, was dort gescholten wird. Die ARD will keine Mondpreise bezahlen, ohne jedoch zu sagen, wie hoch die Forderung denn ist. (Nachtrag: Angeblich sollen 600.000 € gefordert worden sein, bei Lizenzkosten von 3,5 Mio für die vergangenen drei Jahre. Meine Vermutung war eigentlich, dass die sich für das eine Spiel die Kosten des gesamten Turniers bezahlen lassen. Lag also gar nicht so falsch. Hätte man zahlen können, sind nämlich Peanuts im Verhältnis zu dem, was sonst so über die Ladentheke geht.) Sicher wäre es kein Problem, die Kosten durch ein paar Werbeeinblendungen einzuspielen, Erfahrungen damit sollten im Hause vorliegen. Wahrscheinlich braucht man bei denen aber Monate Vorlauf, um so etwas stemmen zu können. Lieber mault man über die Unverschämtheit der anderen.

An dieser Stelle sei noch einmal an den nun schon wieder zehn Jahre alten Ausraster des lieben Rudi erinnert, der damals wohl immer noch glaubte, dass die Gehälter, die in diesem „Sport“ gezahlt werden, etwas mit dem Sport als Sport zu tun hätte. Dabei war es doch schon lange mehr als offensichtlich, dass die Gehälter im Fußball eindeutig der Unterhaltungsbranche zuzuordnen waren und bis heute noch sind. Und dass man sich sehr wohl darüber mokieren darf, wenn die Unterhaltung lausig ausfällt.

Wenn also die Veranstalter solcher Events ihre Veranstaltung meistbietend an die Medien verkaufen, so doch deshalb, weil die dort auftretenden Künstler erhebliche Gagen kassieren. Und seien wir ehrlich, das plötzliche Interesse an  besagtem Großereignis darf man doch weniger dem Sport zuschreiben.  Es wird „großer Spocht“ geboten, und das ist etwas anderes.

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