In der Gesellschaft gibt es ein deutliches Auseinanderfallen in den Wahrnehmungen, was sich in
der Zuspitzung „Lügenpresse“ ausdrückt. Beispiel: die aktuellen Kindermorde. In den Medien hat
sowohl die „emotionale“ Seite ihren Platz, die zuweilen drakonische Strafen fordert, ebenso wie
„vernünftige“ Stimmen, die auf die Seltenheit der Taten hinweisen und rächende Strafen ablehnen.

Die Krise lässt sich in mindestens zwei Stufen beschreiben:

1. Dem eigenen Gefühl wird mehr Vertrauen geschenkt als der Rationalität der „Experten“
(Kriminologen, Psychologen). Auf dieser Ebene besteht der Verdacht, es kämen nur Experten zu
Wort, die abweichende Theorien vertreten, gegenteilige Erkenntnisse würden nicht erwähnt. Im
Mittelpunkt: die Journalisten. Sie gehörten, oft als Gutmenschen geschmäht, zur gleichen Schicht
wie die Experten. Der Vorwurf: Sie hätten sich vom Normalbürger entfernt. Weiterlesen »

Die Beobachter waren der Ansicht, dass hier das Menschliche zum Vorschein kam, bei dem Mann, der sich anschickt, der Regierungschef des mächtigsten Landes in Europa werden zu wollen. Der zu Tränen gerührt war, als seine Frau an die vielen Gemeinheiten der vergangenen Monate erinnerte. Aber zeigt sich nicht doch viel mehr Empfindlichkeit statt Empfindsamkeit bei einem, der austeilt, aber nicht einstecken kann? Ist es ungerecht, zynisch oder gar unmenschlich, es so zu sehen? Wie viele der Anlässe gehen denn auf das Konto des Kandidaten?

Diese Szene machte überdeutlich, wie einsam der Kandidat sich in der Partei fühlt. Auf weiter Flur niemand. Ein Sprecher nicht, schnell ‚mal ausgetauscht, der Vorsitzende nicht auf seiner Seite. Da darf man zweifeln, ob irgendeiner aus dem Kompetenzteam zu den engen Vertrauten des Kandidaten gezählt werden darf. So wird das nix. Es zeigt aber auch, wie mutlos die anderen „Rivalen“ bei der Kür sich verhielten, angesichts eines doch eher aussichtslosen Kampfs gegen A.M. („Einer muss es ja machen“) So bleibt dieser Teil des Konvents als verfrühter 23. September in Erinnerung, wo noch ein so quälend langer Wahlkampf vor dem Kandidaten liegt.

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