Es wird wieder europäischer Spitzensport geboten. Das Interesse scheint jedoch mittelmäßig zu sein. Es ist das ein oder andere unterhaltsame Spiel dabei.  Die deutsche Mannschaft kann dies nicht für sich reklamieren. Der Hype bei der WM vor zwei  im eigenen Land endete doch mit einer brutalen Landung. Nix war‘s mit einem Imageschub. Und spielerisch war bei der WM – wie auch jetzt wieder – von anderen Mannschaften mehr zu sehen. Da hätte man die Gelegenheit nutzen sollen, die Trainerin auszuwechseln, um den Kurs zu korrigieren. Hat man aber nicht.

Zudem war schon seinerzeit zu sehen, was erneut deutlich wird. Ihre bevorzugte Haltung, mit verschränkten Armen am Spielfeldrand stehen.  Als hätte sie mit den Ereignissen auf dem Platz nichts zu tun. Und so redet sie auch, „was da passiert sei, da müsse sie sich auch erst erkundigen“. Von „wir“ ist nie die Rede. Letztens hatte es während des Spiels geregnet, und was macht die Trainerin? Sie steht mit dem Schirm am Spielfeldrand. Mit einem Schirm! Will man sich für so jemanden zerreißen?

Dieser Tage bewegt mich wieder der Fußball, Tabellenstand und Erfolgsaussichten des ewigen Hassvereins FCB. Die Experten – die richtigen und die wahren – haben bislang nicht einleuchtend darstellen können, woran es eigentlich hapert. Nur – das Starensemble will nicht mehr so recht zusammen funktionieren. VergleicElfmeterpunktht man die aktuelle Spielweise mit der erfolgreichen zu Beginn der Saison, wird doch eines sehr deutlich: In der ersten Saisonhälfte konnte man sehr gut den Barcelonastil – wenn wir es mal so nennen wollen – erkennen mit schnellem, direkten Zuspiel; jetzt fällt auf, dass wieder der altbekannte Bayernstil durchschlägt. Nicht ohne Dominanz auf dem Platz, jedoch ohne Ideen und Durchschlagskraft, wenig modern, zu wenig Bewegung. Dann natürlich auch ohne gute Ergebnisse.

Behaupten möchte ich, dass die erste Saisonhälfte noch das Ergebnis des in der Vorsaison einstudierten Spielstils (van Gaal) war. Den muss man aber permanent trainieren, was, so mein Eindruck, nicht unbedingt der Stil des – ja jetzt angeblich so entspannten – Josef Heynckes ist. Warum das von Interesse ist? Weil wir endlich wieder Fußball-Europameister werden wollen! Wir, wohlgemerkt!  – Gut, es fehlt auch Sebastian Schweinsteiger. Ahh, wie gut, dass man Experte ist.

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