Herzlichen Dank für Ihre Zustimmung. Aber mit den „Neoliberalen“ ham s’es.

In einem muss man username Recht geben, insoweit, als die benötigten Wohnungen sich nicht an der Stelle befinden, an der sie benötigt werden. Man könnte natürlich die Flüchtlinge dort unterbringen, bedeutet zwar einerseits, den „sterbenden Regionen“ eine Zukunft zu ermöglichen, verbunden – wegen der dünneren Besiedelung – mit einer überproportionalen „Zumutung“, die Integration der Flüchtlinge zu leisten. Das müsste nicht bloß erklärt, sondern durch überproportionale Mittelzuweisung unterstützt werden. Andererseits hieße das für diese Gegenden, dass in erster Linie elementare Bedürfnisse (wieder) in ausreichendem Maße befriedigt werden können (Bäcker, Metzger, Handwerk) und auch Kitas und Schulen erhalten blieben. Mit der Notwendigkeit entsprechenden Personals und damit Kaufkraft. Mit anderen Worten: keine industrielle Zonen, sondern Selbständige, Freiberufler und Dienstleitung im weiteren Sinne. Dort lohnte sich auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur, da die digitale Wirtschaft nicht zwingend auf Ballungsräume angewiesen ist. (Wieviel Win-Win muss man noch schildern?) Weiterlesen »

Wir erhalten zwar ein Szenenbild mit den Hauptdarstellern, doch, was die meisten interessiert, wie
es denn „nach der Pause“ weitergeht, bleibt unbeantwortet. Selbst die Rollenbeschreibungen lassen
nicht einen Schluss zu, was „die Regie“ vorgesehen hat. Vor allem nicht, wie es denn ausgeht. Im
Hintergrund aber, das haben die Berichterstatter ausgelassen, sehen wir „pausenlos“ Menschen
vorbeiziehen, vollkommen gleich, was im Vordergrund stattfindet.

So verständlich der Wunsch nach Klarheit oder Struktur ist, sie wird sich so schnell nicht einstellen.
Denn die Antworten werden ausschließlich aufgrund bisheriger Erfahrung (eher Nicht-Erfahrung)
gegeben. Diese Flüchtlingskrise ist – und das sollte verstanden werden – anders als die bisherigen
(im Europa der vergangenen 70 Jahre). Sie verlangt andere Antworten; diese werden vielen nicht
gefallen. Die Herausforderungen sind deutlich größer als (öffentlich) beschrieben (es geht nicht
„bloß“ um Flüchtlinge). Mir ist noch nicht klar, ob die Verantwortlichen mitwachsen (wollen).


Erstmals erschienen 09.11.2015 21:33 Uhr im Leserforum (User wp10)
Der Tagesspiegel ® 09.11.2015 Alles kreist um Angela Merkel

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