Im Sommersemester des Jahres 2017 erreicht Joachim Sauer, wie man ihn, folgt man der gängigen Einschätzung, dass der Mann keine Gewese um seine Person macht, nennen kann, oder Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Joachim Sauer, wie die Webseite der Humboldt-Universität zu Berlin ihn verzeichnet, endgültig den Zeitpunkt, über den das Hinausschieben des Eintritts in den Ruhestand nicht weiter möglich ist. Die Amtsperiode seiner Ehefrau, Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, endet im Herbst des gleichen Jahres.

Menschen, die unter geringerer Aufsicht stehen, nähmen diese Konstellation zum Anlass, über die Gestaltung der Zeit 2018ff nachzudenken, die Gestaltung einer gemeinsamen Zeit. Vielleicht darüber nachzudenken, ob noch einmal etwas völlig Neues möglich wäre. Die sorgsam austarierte Ordnung in diesem Land macht es jedoch unmöglich, dieses Neue hier zu realisieren. Was läge also näher, sich für den einen um eine (freiere) Fortsetzung der Forschungs- und Lehrtätigkeit zu kümmern, für den Weiterlesen »

Am Wochenende, genauer am Volkstrauertag, an dem der „Opfer der Gewaltherrschaft
aller Nationen“ gedacht wird, gefiel sich der Leiter der Meinungsredaktion der Berliner
Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ darin, mit einem „knackigen“ Wort durch die Landschaft zu
pflügen – „Lump“. Die Unverfrorenheit, seinem Beitrag einen Lead mit offensichtlicher Nazi-
Anmutung voranzustellen, belegt, wie sicher er sich ist, damit durchzukommen.

„Wer die Attentate von Paris missbraucht, gegen Flüchtlinge zu wettern, ist ein Lump. Wer die Attentate missbraucht, das Gespräch über die Grenzen der Willkommenskultur zu unterbinden, ist nicht viel anständiger als ein Lump.“

In meinen Kommentaren vom 17. November und 18. November 2015 war nur von diesen Sätzen
die Rede, unter Ausblendung des übrigen Textes. Zwei Sätze, eigentlich nur ein kleines Wort, das
„möglicherweise“ Anstoß erregen „könnte“. Die einen werden dazu „kleinlich“ sagen, die anderen
„ideologisch verblendet“. Nimmt man den Text hinzu, macht es die Sache – noch schlimmer.

1. Blut und Ehre

Wenn die „Ehre“ plötzlich durch die Tür marschiert, sollten Alarmglocken schrillen. Häufig ist
der Tod nicht weit, mal als Mord, mal „auf dem Felde der Ehre“. In der Regel fließt das Blut,
wie in Paris, reichlich. „Die größte Zumutung nach einem Terroranschlag dieser Dimension
besteht darin“, schreibt der Redakteur, „ ihn nicht reflexhaft in die eigene Agenda zu integrieren.
Wer Ermordete politisch instrumentalisiert, entehrt sie.“ Was wie ein unschuldiges Postulat Weiterlesen »

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