Die Folgen des Brexit

Die langfristigen Folgen eines Brexit

Die Stärkung der deutsch-französischen „Achse“ als Folge des Brexit wird – entgegen der Erwartung ihrer Unterstützer – zur weiteren Desintegration der EU beitragen. Die deutsch-französische Aussöhnung nach dem 2. Weltkrieg war die unbedingte Notwendigkeit für das „Friedensprojekt“ Europäische Union. Der Beitritt des Vereinigten Königreichs – weitestgehend nur als Störenfried wahrgenommen – verhinderte jedoch, dass sich es sich Deutschland und Frankreich gemeinsam zu gemütlich machen konnten. Dadurch bekamen auch die anderen Mitglieder der EU genügend Aufmerksamkeit, auch und gerade nach der Erweiterung im Osten.

Nach einem Brexit wird die deutsch-französische Achse, nur notdürftig verschleiert durch die Erweiterung auf die Gründungsmitglieder, nicht als Motor, sondern als Bremser wirken, da nur noch solche Ideen gefördert werden, die in erste Linie Deutschland und Frankreich nutzen. Wer soll jetzt noch der starke Fürsprecher anderer Mitgliedsstaaten sein? In der Folge werden, nach den bereits jetzt vorhandenen Absetzbewegungen, weitere Staaten ihr Heil in der Isolation suchen. Und warum sollten sich nicht die Staaten Osteuropas verbünden und gemeinsam wieder aus der EU ausscheiden?

Um überhaupt die Chance auf eine Umkehr des Desintegrationsprozesses in der EU zu bekommen, ist es dringend notwendig, das Vereinigte Königreich davon abzuhalten, das Austrittsgesuch nach Artikel 50 des EU-Vertrages überhaupt zu stellen. Dieses erfordert selbstverständlich, das Land darin zu unterstützen, die unzweifelhaft auftretenden Auseinandersetzungen im Land mit allen erdenklichen Mitteln zu bewältigen. Die dafür notwendigen Maßnahmen könnten bereits ein Teil der Lösung darstellen, wie man auch das übrige Europa zumindest stabilisiert.

Es erspart aber weder die Debatte darüber, was die Europäische Union künftig sein will, wie es verfasst sein will und wie die Bürger endlich (!) zum Subjekt und nicht bloß zum Objekt in Form von – im besten Fall gut gemeinter – Fürsorge und Bevormundung werden können.

Der schnelle Vollzug des Trennungsbeschlusses ist mit Sicherheit nicht im Interesse derjenigen, um die es doch angeblich geht – der Menschen. Und vor allem nicht im Interesse der Jugend, schon gar nicht derjenigen im Vereinigten Königreich. Denn diese werden vor allem eines – (sich) im Stich gelassen (fühlen).

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Kieler Förde, vom Ostufer aus gesehen

… und die deutsch-französische Freundschaft wiederbelebte

Dies ist keine Exklusivmeldung, denn, hätte ich eine, wäre sie nicht mehr exklusiv. Exklusiv hat sie nur der Betroffene und der hat mir nichts verraten. Exklusiv kann ich auch nicht die Idee haben, denn sie dürfte sich unter den diversen Vorschlägen befinden, die als „Plan B“ bezeichnet werden. Im Übrigen springt einem diese Idee sozusagen von alleine an, seit das Aus für Hamburg feststeht. Die Verantwortlichen könnten jetzt ruhig sagen, wie weit die Sache gediehen ist. Sonst muss am Ende sich das Kanzleramt wieder einschalten; Peter Altmaier hat jetzt aber wirklich andere Sorgen. Also – Butter bei die Fische …

  1. Hamburg – die Stadt der Bünde
  2. In Kiel leben die Ja-Sager
  3. Austragungsort Olympischer Wettkämpfe 2024: Kiel
  4. Der deutsch-französische Olympiabotschafter Ralf Stegner

Eine Woche nach der Abstimmung über die deutsche Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 ist die Öffentlichkeit wieder relativ schnell zur Tagesordnung übergegangen. Eher schulterzuckend wurde das Ergebnis zur Kenntnis genommen. Höchstens die „Gremien“ werden sich wohl noch einmal damit beschäftigen. Vielleicht noch die einzelnen Sportverbände. Um die Sportler kann es einem wirklich leidtun. Bei dem sagenhaften Einsatz und dem Feuerwerk, das sie in den vergangenen Wochen abgebrannt hatten, um die Öffentlichkeit von der olympischen Idee zu überzeugen, bei der die Sportler im Mittelpunkt stehen sollen, die sich aus aller Welt an nur einem Ort treffen, um sich zu messen. Wo jede Leistung vom Publikum Anerkennung findet, gleich aus welchem Land ein Sportler kommt. Ja, man kann sagen, je kleiner und scheinbar unbedeutender das Land, desto herzlicher Empfang und Beifall. Oder haben wir von diesem Feuerwerk des Engagements nur nichts mitbekommen, Stichwort „Lügenpresse“?

Hamburg – die Stadt der Bünde

Bei Wahlniederlagen heißt es gerne, das Programm sei gut, man habe es nur nicht richtig vermitteln können. Sicher, alles lässt sich schönreden. Gescheitert ist die Bewerbung nicht an denen, die aus Prinzip dagegen sind. An denen, die glauben, „die da Oben“ nutzten jede Gelegenheit, um sich die Taschen zu füllen, während für „die kleinen Leute“ nichts mehr übrig bleibt. Die gehen sowieso nicht
(mehr) zur Wahl. Gescheitert ist die Abstimmung vor allem an denen, die mit einer fernen Ahnung von dieser olympischen Idee sich die Frage stellten, wo dieser Geist in der Bewerbung zu finden sei. Es ist diese kleine Gruppe von Menschen, die ihre Entscheidung abwägen, die überzeugt werden wollen, die sich auch überzeugen lassen, die über kleine Schwächen hinwegsehen können, wenn die große Linie stimmt. Es sind diejenigen, die, wenn es eng wird, genau den Ausschlag dafür geben, ob sich das Pendel in die eine oder in die andere Richtung bewegt. Diese Menschen „Mitte“ zu nennen, ist fast eine Beleidigung.

Olympia

Olympia – Für Hamburger weiterhin in Griechenland

Was bekamen diese Menschen geboten? Da wäre das „Wir sind Feuer und Flamme“. Das war die kleine Schwäche. Wer hatte die erste Stimme auf der Webseite (News) der Olympia-Initiative? Der Steuerzahlerbund. Was nennt danach der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg als wichtigsten Grund (von sieben) für die Spiele in der Stadt: Beschleunigte Stadtentwicklung. Weiterlesen »

Männerbund

Männerbund

Bei der gegenwärtigen Krise muss man die Ursachen dessen, was als „Flüchtlingskrise“ gilt, von dem trennen, in welcher Weise versucht wird, damit umzugehen. Bei der Flüchtlingskrise sind „äußere“ Einflüsse maßgeblich, auch wenn so mancher insbesondere Merkels „Einladung“ als „Freibier für alle“ deuten will. Und sollte das richtig sein, machen sich logischerweise „alle“ auf den Weg, um sich am köstlichen Nass zu laben. Sollten zwischen Heimat und Kneipe auch Berge, Täler und Meere liegen, für ein gutes, frischgezapftes Pils nimmt man gerne einen weiten Weg in Kauf. Denn es gibt „kein Bier“ in Syrien. Diese Haltung eint auf merkwürdige Weise „rechts“ wie „links“.

Das betrifft auch die Art und Weise, wie Politik und Gesellschaft damit umgehen sollen. Deckel darauf und fertig, was nicht passt wird passen gemacht. Hauptsache, man wird in seiner Ruhe jeder in seiner Nische nicht gestört. Der Grundstrom dieser Entwicklung reicht jedoch ein gutes Stück in die Vergangenheit, als Flüchtlinge in Deutschland nur aus der „Ostzone“ kamen. Die bundesdeutsche Gesellschaft wurde nicht unerheblich durch die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus geprägt. Mal verharmlosend, mal alarmistisch, selten leise. Im Strom der Meinungen gab es unterhalb der richtig rechten Szene durchgängig einen konservativ-reaktionären Anteil, der in der Bundesrepublik immer weniger öffentlichen Raum besetzen konnte. Ein „Tiefpunkt“ war Richard von Weizsäckers Bekenntnis, dass der 8. Mai 1945 eine „Befreiung“ gewesen sei. Nur wenige Jahre später ergab sich jedoch für diese Kreise das unverhoffte Glück, nationale Größe „selbstbestimmt“ wiederzugewinnen. Weiterlesen »

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